In diesem Bereich findest du meine Blogbeiträge zum Thema Coaching und Selbst-Coaching. Es ist mir ein Anliegen, dich bei Veränderungsprozessen in der Lebensmitte und ganz allgemein auch bei deiner persönlichen Weiterentwicklung professionell zu unterstützen.
Gestern war mal wieder einer dieser Tage: die To-Do-Liste ellenlang und jeder einzelne Punkt dauert gefühlt 3 Mal so lange wie geplant. Und obwohl ich den Druck auf mich selbst erhöhe, will es einfach nicht lockerer von der Hand gehen! Abends saß ich dann entkräftet auf der Couch und war zu nicht mehr viel zu gebrauchen. Lebensfreude? Fehlanzeige. Ich gestehe: obwohl ich die Wirksamkeit und die Erfolge im Coaching schon unzählige Male live erlebt habe, so habe ich in diesem Moment nicht im Entferntesten daran gedacht, dass Selbstcoaching helfen könnte. Heute morgen hatte ich einen Coaching-Termin und die Klientin war nach den eineinhalb Stunden ganz aus dem Häuschen. Voller Energie und Optimismus und ganz begeistert darüber, was sich in dieser kurzen Zeit getan hat (es war die erste Sitzung). Warum funktioniert das bei mir nicht? Und was funktioniert da eigentlich überhaupt? Warum funktioniert Selbstcoaching bei mir nicht? Nach meiner Erfahrung funktioniert Coaching u.a. deshalb, weil ich als Coach eine Resonanzfläche für den Klienten bin. Ich höre sehr genau zu, beobachte seine Gestik, Mimik, die Pausen, die er beim Sprechen macht und vieles mehr. Ich nehme auf der energetischen Ebene Veränderungen wahr. So bekomme ich beispielsweise eine Gänsehaut, wenn das Thema im Raum ist (man sollte nicht glauben, wie lange manche Klienten um das eigentliche Thema herumreden). Okay, das mit der Resonanzfläche für mich selbst ist einigermaßen schwierig. Die Klientin von heute morgen hatte angemerkt, dass ihr meine "klugen Fragen" enorm weitergeholfen hätten. Und tatsächlich könnte das auch bei mir selbst funktionieren. Könnte - denn die kluge Frage hat in meinem Fall ein Freund ganz nebenbei gestellt, nachdem ich ihm meinen doofen Abend geschildert hatte. Er meinte, dass er das von sich auch kenne: sich unglaublich antreiben, obwohl er gar nicht weiß, wo er eigentlich hin will. Da fiel es mir…
Foto: Eden Constantino auf Unsplash
Nachdem ich letzte Woche über das Thema persönliches KANBAN geschrieben habe, geht es heute darum, wie mein Mann und ich persönliches KANBAN mit Trello implementiert haben. Eine Bemerkung vorweg: ich bin keine Trello-Expertin - das können andere viel besser als ich, z.B. Claudia Kauscheder. Sie hat mit ihrem kostenlosen Webinar letztlich den Ausschlag gegeben für unser "privates Implementierungsprojekt". Ich bin eine "normaler Nutzerin" mit einer Affinität zu Software-Lösungen, die mein Leben erleichtern. Warum haben wir uns mit Trello befasst? Wir sind beide im Vorruhestand, machen jetzt unser eigenes Ding, aber standen dadurch vor verschiedensten Herausforderungen: Die Zeit rast auch im Vorruhestand genauso wie im Büro - nur dass man jetzt noch lieb gemeinte Kommentare zu hören bekommt (jaja, Rentner und Studenten ....). Und es gibt weniger Entschuldigungen - jetzt sind es nicht mehr die Kollegen oder ein(e) Chef(in), die den Alltag vollpacken und damit das Gefühl erzeugen, dass man vor lauter Action gar nicht mehr weiß, wo die Zeit geblieben ist. Vorruhestand plus Kinder im "Home Office" führte dazu, dass unsere Tagesstruktur von einem auf den anderen Tag zerbröselte. Die Freiheit, den Tag ganz so zu gestalten wie man möchte, ist wunderbar. Aber gestaltet will er werden! Und davon wissen bestimmt viele ein Lied zu singen, die ihre Tage selbst gestalten dürfen: Studenten, Hausfrauen, Rentner, Schüler im HomeSchooling.... . Bei so viel Gestaltungsfreiheit setzt ganz schnell das "All-you-can-eat"-Symptom ein (den Begriff habe ich mir grad selbst überlegt). Da stehe ich vor dem Buffet, lade mir von allem etwas auf den Teller, probiere alles und esse nichts auf. Auf den Alltag bezogen: 100 Sachen anfangen und nix fertigmachen. Diese unfertigen Enden weben sich irgendwie in unser Unterbewusstes ein und erzeugen ein unbefriedigendes Gefühl. Und schließlich ist es zu Hause auch nicht anders als im Büro: wenn mehrere Menschen an einem Projekt…
Ich werde immer wieder gefragt, wie ich meine vielfältigen Aufgaben und Interessen unter einen Hut bekomme. Für mich funktioniert persönliches KANBAN für die Selbstorganisation sehr gut. In diesem Blog erkläre ich, was KANBAN ist und gehe insbesondere auf das Thema persönliches KANBAN ein. Wie ist KANBAN entstanden? KANBAN wurde 1947 von Taiichi Ohno zur Optimierung der Produktion bei Toyota in Japan entwickelt. David Anderson hat dieses Konzept 2007 auf die IT-Branche und für die Arbeit in Projektteams angepasst. 2011 haben Jim Benson und Tonianne DeMaria Barry in ihrem Buch Personal Kanban den Ansatz auf Einzelpersonen übertragen. Wann ist persönliches KANBAN hilfreich? Wenn dir die nachfolgenden Schilderungen bekannt vorkommen, dann könnte persönliches KANBAN hilfreich für dich sein: Es fällt dir schwer, Struktur in deinen Alltag zu bringen Du hast 1000 Dinge zu tun und lebst ständig in der Angst, etwas Wichtiges zu vergessen Du schiebst unangenehme Aufgaben auf – leider sind das oft diejenigen, die dich weiterbringen würden Du fühlst dich unorganisiert, lässt dich leicht ablenken Du bist frustriert darüber, dass du zwar dauernd beschäftigt bist, aber deinen Zielen nicht wirklich näher kommst. Es fällt dir schwer, Nein zu sagen Wie funktioniert persönliches KANBAN? Bei der Arbeit in Teams gibt es immer die Herausforderung, wie die einzelnen Arbeitsschritte geplant werden sollen: dezentral oder zentrale Vorgaben. KANBAN ist eine Methode, die dezentral funktioniert und deshalb auch für Einzelpersonen einsetzbar ist. . Eine allgemeine Anmerkung zu Methoden: Menschen sind unterschiedlich und deshalb funktionieren Methoden in den seltensten Fällen für alle Menschen gleich gut. Es kommt darauf an, was die Ursache für das Problem ist, das man lösen möchten. Wenn man sich verzettelt, weil man alle möglichen Dinge anfängt und nicht zu Ende bringt, kann KANBAN ein echter Gamechanger sein. Das passt also für Einzelpersonen hervorragend. In aller Regel können sie ihre Arbeitsschritte selbst…