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Mein Motto 2022: Wesentlich weiter wirken

Mein Motto für 2021 war „Herzlich Willkommen Neuanfang“ – und es tut mir heute noch gut, diese Überlegungen von vor einem Jahr durchzulesen. Es war eine Phase des Umbruchs und Neuanfangs. Heute stehe ich an einem anderen Punkt – Dinge und Themen wollen ins Außen. Ich bin bereit – und kann die Handbremse loslassen. Dieses Jahr habe ich den Prozess, der zum Motto 2022 geführt hat, sehr intensiv erlebt und mich mit mehreren Menschen darüber ausgetauscht. Und irgendwann war es einfach da und fühlte sich stimmig und kraftvoll an: Wesentlich weiter wirken erzeugt eine Gänsehaut in mir und versetzt mich in die Stimmung, dass es genau das ist, was JETZT dran ist. Ich darf selbstbewusst sagen, dass ich wirke und dazu stehen, dass ich meinen Wirkungskreis wesentlich ausweiten will.

Wesentlich

Wesentlich ist eines dieser Wörter, die so sehr im Alltagssprachgebrauch enthalten sind, dass es dadurch fast unscheinbar wird. Als ich meinem Mann mein Jahresmotto erzählte, nickte er freundlich. Erst als ich ihm erzählte, was dahinter steckt, hatte ich seine Aufmerksamkeit wirklich. Wesentlich ist im Duden definiert als den Kern einer Sache ausmachend und daher besonders wichtig. Für mich steht das Wesentliche im Jahresmotto dafür, dass ich meinem Wesen gemäß leben und arbeiten möchte. Das hat viel mit meinen Werten und meinem Lebensmotto zu tun. Es ist noch gar nicht so lange her, da hatte ich plötzlich die Erkenntnis, wie die beiden zusammenhängen. Mein Lebensmotto ist es, fruchtbaren Boden zu bereiten. Darauf kann ich eigentlich fast alles zurückführen, was ich mit Freude mache (kochen, Gastgeber sein, schreiben, Seminare halten, schreiben, gärtnern…). Mein höchster Wert ist Sinn – in meiner Selbständigkeit geht es darum, möglichst viele Menschen in ein erfülltes, selbstbestimmtes Leben zu begleiten. Tja und nun lag es plötzlich auf der Hand für mich: ein Mensch, der seinen Sinn kennt, der steht auf fruchtbarem Boden. Das erschien mir ziemlich unglaublich, dass mir der Zusammenhang nicht früher aufgefallen war. Aber so war es.

Wesentlich weiter

Das spannende an dem Jahresmotto finde ich die Betonung: wesentlich weiter wirken oder wesentlich weiterwirken? Es geht mir nicht so sehr ums weiterwirken. Das bleibt ja gar nicht aus, wenn ich nicht sofort aufhöre zu bloggen und mich in mein Zimmer einschließe. Wesentlich weiter ist für mich der Ausdruck dessen, dass ich bereit bin, meine Selbständigkeit aus dem Hobby-Stadium herauszuführen. Ich werde meinen Umsatz vervierfachen. Mein Business Mind-Set werde ich mit einem sehr guten Business-Mentoring Programm professionalisieren. Ich will wesentlich weiter. Ich bin bereit.

Auch wenn ich „Fracksausen“ bei der Vorstellung habe, denn es gibt Glaubenssätze, die mich zurückhalten: Erfolg kommt nur durch harte Arbeit. Erfolgreiche Frauen werden nicht geliebt. Erfolg ist nicht mit dem Bedürfnis nach Sinn vereinbar – und noch ein paar mehr. Die Glaubenssätze sind so stark, dass das Wort Erfolg in meinem Jahresmotto nicht vorkommt. Wesentlich weiter ist die Umschreibung dafür, dass ich auf meine Weise erfolgreich sein möchte.

Wirken

Wirken ist mein ganz persönlicher Maßstab für Erfolg. Wenn ich eine Richtungsänderung bei Menschen bewirken kann und sie dadurch ein erfüllteres Leben leben können (und damit auch einen größeren Beitrag in ihrem Umfeld und letztlich der Gesellschaft leisten), dann war ich erfolgreich. Mein Business Coach Sigrun hatte neulich in einer ihrer Masterclasses nach dem Wort des Jahres gefragt. Da die Masterclasses auf Englisch sind, habe ich die Übersetzung für wirken gegoogelt. Wurde zunächst nicht fündig, denn work oder operate trifft es nicht. Plötzlich kam mir impact in den Sinn. Genau darum geht es mir.

Woran werde ich merken, dass es gelungen ist?

Als ehemalige Managerin bin ich ein Fan, des nachfolgenden Zitats von Management-Guru Peter F. Drucker. Natürlich bin ich nicht der Meinung, dass man alles messen kann. Aber auch im Selbstmanagement sind Zahlen hilfreich.

Was man nicht messen kannkann man nicht lenken

Peter F. Drucker, Ökonom

Mein Jahresmotto ist nicht einfach nur ein schöner Kalenderspruch ist. Es ist meine Ausrichtung und zum Teil ist er relativ leicht messbar. Weiter wirken kann ich messen durch die Anzahl der Follower auf Social Media, Newsletter-Abonnenten oder Anzahl der Menschen, die ich mit meinem Angebot erreicht habe.

Wesentlich ist etwas schwieriger zu messen, aber es gibt Ansatzpunkte:

  • Möglichst oft im Einklang mit meinen Werten handeln
  • Viel meditieren und Achtsamkeit im Alltag praktizieren
  • Expertise im Bereich Sinnfindung ausbauen
  • Neue Angebote konzipieren, die den fruchtbaren Boden für Viele bereiten
  • Mich nicht mit anderen vergleichen

Jahresmotto und Ziele

Noch habe ich meine Ziele für 2022 nicht fertig formuliert. Ich versuche natürlich, möglichst Ziele zu finden, die mein Jahresmotto unterstützen. Für den Bereich weiter wirken habe ich das Ziel, 100 kostenlose VeränderungJetzt!-Kurzberatungen anzubieten. Mit diesem Ziel möchte ich 100 Frauen dazu bringen, anstehende Veränderungen nicht länger aufzuschieben. Konkret denke ich an selbständige Frauen oder Frauen in Führung, die in ihrem Job keine Freude mehr empfinden und herausfinden wollen, wie sie das ändern können, ohne noch weiter unnötige Zeit zu verlieren.
In 30 Minuten ist es natürlich nicht möglich, alles zu analysieren und auf den Weg zu bringen, was bisher aufgeschoben wurde. Aber der Startpunkt kann in 30 Minuten sehr wohl gesetzt werden. Wenn du jemanden kennst, der von diesem Angebot profitieren könnte, dann freue ich mich, wenn du die Information weiterleitest.

Ein weiteres konkretes Ziel: Mindestens 10 Expertenartikel rund um das Thema Lebenssinn. Ich bin mir sicher, dass mir noch weitere Kennzahlen einfallen werden.

Was bedeutet „Wesentlich weiter wirken“ noch für mich

Wesentlich weiter statt angezogene Handbremse

Anfang 2020 bin ich in den Vorruhestand gegangen. Anfang 2021 habe ich mich selbständig gemacht. In den letzten beiden Jahren habe ich viel darüber nachgedacht, wie ich diese neue Phase meines Lebens gestalten will. Ich habe während meiner Berufstätigkeit und beim Jonglieren von Karriere und Familie gelernt, Dinge auch unter schwierigen Bedingungen durchzuziehen. Je schwieriger es wird, desto fokussierter und leistungsbereiter bin ich – auch über meine Leistungsgrenzen hinweg. Diese Fähigkeit ist enorm nützlich, hat aber auch Schattenseiten (Überforderung). Heute bin ich in der wunderbaren Situation, dass ich wirklich gar nichts mehr durchziehen muss. Nach über 20 Jahren ist das eine neue Erfahrung – und interessanterweise fiel es mir gar nicht so leicht, die alten Programme und Muster abzuschalten. Es hat eine Weile gedauert bis ich erkannt hatte, dass ich mit angezogener Handbremse unterwegs war, weil ich Angst davor hatte, mich selbst in die Überforderung zu treiben.

Ich brauche keine Bremse, wenn ich sinnvoll handle

Wenn man im Hamsterrad steckt, denkt man, dass ohne die Rahmenbedingungen automatisch alles leichter und einfacher wäre. Als ich 2020 das Hamsterrad verlassen habe, entdeckte ich, dass das nur teilweise stimmt, denn der Mensch existiert halt nicht nur, sondern möchte sein Leben gestalten. Oder anders ausgedrückt: die Sinnfrage hat sich mir neu gestellt. Der Sinn Lebensunterhalt verdienen und ein behütetes Heim schaffen für die Kinder hatte sich größtenteils erledigt. Was ich hier in wenigen Sätzen schreibe, ist das Ergebnis eines längeren Prozesses (Hamsterrad verlassen, erkennen, dass die Sinnfrage beantwortet werden will, Antwort suchen).

Inzwischen habe ich die Sinnfrage neu beantwortet: ich möchte Menschen ab der Lebensmitte dabei unterstützen, ihr Leben erfüllt und selbsbestimmt zu leben. Und falls du dich jetzt fragst, was Lebenssinn mit Überforderung zu tun hat, dann finde ich diese Frage sehr berechtigt. Für mich entsteht Überforderung durch zu viele sinnlose Tätigkeiten. Wenn ich den Sinn erkennen kann, dann mobilisieren sich positive Energien und ich mache Pausen, wenn ich erschöpft bin, weil ich meine Kräfte so einteilen will, dass ich die sinnvolle Aufgabe zu Ende führen kann. Mir scheint, dass mich die Anbindung an meinen Lebenssinn erdet und mich vor sinnlosem Durchziehen schützt.

In 2022 habe ich die Handbremse gelöst, und ich bin bereit, wesentlich weiter zu wirken.


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