Persönliche Weiterentwicklung hilft uns, ein zufriedenes, erfülltes Leben zu führen. Warum ist das so?

Das Leben ist ständige Veränderung. Das ist einfach so, auch wenn wir es vielleicht gerne anders hätten. Wir können den Lauf des Lebens nicht verändern, aber wir können uns entscheiden, wie wir darauf reagieren. Wenn wir die Themen Veränderung, Weiterentwicklung und Lernen positiv betrachten, werden wir selbst aktiv und verlassen die Opferposition.

Je mehr wir über uns wissen und unsere Fähigkeiten ausbauen, desto mehr Gestaltungsspielraum haben wir im Leben. Dabei gibt es viele Möglichkeiten, die persönliche Weiterentwicklung zu gestalten:

  • Lernen durch Kurse und Bücher
  • (Selbst-) Coaching
  • Neue Aufgaben übernehmen (im Beruf oder in der Freizeit)

Wichtig ist es, dranzubleiben. Ebenso wichtig ist es, dem Thema persönliche Weiterentwicklung die gebührende Wichtigkeit einzuräumen. Es reicht also nicht aus, zu sagen, dass Lernen wichtig ist – wir müssen uns auch Zeit dafür nehmen, um Neues zu lernen. Wenn wir uns frühzeitig (also spätestens ab der Lebensmitte) daran gewöhnen, immer wieder Neues zu lernen und neugierig auf die Welt zu schauen, dann fällt uns auch das Lernen im Alter nicht so schwer.

Selbstcoaching-Tipp #1: Standortbestimmung

Dieser Beitrag ist der Auftakt zu einer Serie von Tipps zum Selbstcoaching. Mein Wunsch ist es, möglichst viele Menschen auf dem Weg in ein zufriedenes, erfülltes Leben zu unterstützen. Selbstcoaching verstehe ich als Hilfe zur Selbsthilfe. Manchmal reicht ein Selbstcoaching-Tipp bereits für eine Veränderung zum Guten. Manchmal ist es ein erster Schritt, dem weitere folgen müssen. Und manchmal braucht es einen ausgebildeten Coach um wirklich weiterzukommen. Es ist ein bisschen wie beim Sport. Wenn ich ein konkretes Ziel habe, zum Beispiel mehr Ausdauer beim Laufen, dann kann ich im Internet Trainingspläne finden. Mit Selbstdisziplin und Ausdauer kann ich den Plan ausführen und dann genau dieses Ziel erreichen. Wenn ich nicht so viel Selbstdisziplin habe oder das passende Ziel nicht klar ist, kann mir ein Fitnesstrainer helfen. Der Trainer kann mit mir herausfinden, welches Ziel zu meinen Vorstellungen passt und was meine individuellen Herausforderungen dabei sind. Durch Trainingspläne und regelmäßige Treffen kann er mich anleiten und bei der Stange halten. Für wen ist die Standortbestimmung? Menschen brauchen Lösungen aus unterschiedlichen Gründen. Sei es, weil sie Sehnsüchte haben oder Wünsche verwirklichen wollen, sei es weil sie ein Problem haben, das sie lösen wollen. Manche Menschen würden von sich selbst gar nicht sagen, dass sie ein Problem haben. Sie stellen nur fest, dass irgend etwas fehlt. Vielleicht ist es Begeisterung, Energie, Zufriedenheit oder noch etwas anderes. Es läuft unter dem Radar durch. Kein wirkliches Problem, aber auch keine wirklich gute Situation. Für diese Menschen kann eine Standortbestimmung hilfreich sein. Selbstcoaching mit dem Lebensrad Das Lebensrad ist inzwischen ein ziemlich bekanntes Coaching Tool. Es ist einfach in der Anwendung und du kannst es immer dann einsetzen, wenn du dir Klarheit wünschst. Im Internet gibt es viele Varianten zum Ausdrucken und Ausfüllen. Meine Variante ist insbesondere auf die Situation in der Lebensmitte zugeschnitten und enthält…

Meine Vision: Veränderungsbereit bis ins hohe Alter

Diese Woche bin ich das erste Mal mit der Wochenaufgabe aus der Content Society an meine Grenzen gestoßen. Wir sollten unsere Vision verbloggen. Also: welche Veränderung möchte ich mit meiner Selbständigkeit eigentlich in die Welt bringen? Von welcher Veränderung träume ich? In welcher Welt möchte ich leben und wie arbeite ich daran, meine Vision umzusetzen? Große Fragen. Wertvolle Fragen. Und: ich habe keine fertige Antwort darauf. Was das mit mir macht und welche - vorläufigen - Antworten ich gefunden habe, beschreibe ich in diesem Blogbeitrag. Unternehmerin ohne Vision? Bisher waren alle unverbindlichen Blogempfehlungen der Content Society ganz gut machbar für mich. Doch die Frage nach der Vision fühlte sich an wie ein Sprung ins Nichts. Natürlich finde ich die Frage sinnvoll und wichtig. Und dass ich sie nicht beantworten kann, verursacht mir Stress. Wie kann ich denn erfolgreich ein Business führen, wenn ich diese Frage nicht beantworten kann? Da kann ich ja eigentlich gleich aufhören mit der noch jungen Selbständigkeit! Wie soll ich denn ankommen, wenn ich gar nicht weiß, wo ich hinwill? Mission Impossible - dieses Gefühl habe ich in meinem Angestelltendasein auch ab und an erlebt. Irgendwas konnte ich dann meistens doch liefern, aber zufriedenstellend war es nicht. Es fühlte sich an, wie ich mir das Innenleben eines Pferdes vorstelle, das partout nicht über den Wassergraben springen will. Von der Aktion zur Vision Heute bin ich meine eigene Chefin. Niemand zwingt mich dazu, eine Vision aufzuschreiben - auch die Content Society nicht. Im Laufe des Nachdenkens habe ich erkannt, dass die Vorstellung der Vision für mich gerade zu groß ist. Ich habe mich im Januar selbständig gemacht, weil ich mit einer ehemaligen Kollegin zusammen einen Workshop konzipiert habe und es eine formale Struktur dafür brauchte, dass ich ihn abrechnen konnte. Weltveränderung war nicht das Motiv. Jetzt, 3 Monate…

Jammer doch!
Zum Jammern ist es nie zu früh

Jammer doch!

Neulich abends hatten wir Besuch von einem befreundeten Paar. Inzwischen für uns ein seltenes Vergnügen, denn wir halten uns streng an die Corona-Vorgaben und eine Zeit lang war nur Besuch von Einzelpersonen möglich. An diesem Abend haben wir ziemlich ausführlich über die Corona-Lage gesprochen. Es kippte recht schnell ins Beschuldigen und Klagen: warum die Maßnahmen teilweise schwachsinnig sind, warum die Zahlen nur begrenzt aussagekräftig sind, die Politiker korrupt und realitätsfern sind undsoweiterundsofort. Im Nachhinein haben mein Mann und ich festgestellt, dass wir das sehr schade fanden. Was uns in diesen Zeiten insbesondere fehlt ist intensiver Kontakt zu anderen Menschen. Wenn wir die eng begrenzte, gemeinsame Zeit allerdings mit Jammern und Klagen verbringen, dann verhindert das genau, dass wir uns miteinander verbinden: wir bleiben an der Oberfläche. In diesem Blogbeitrag widme ich mich dem Thema Jammern. The circle of control und das Universum des Jammerns Es gibt ein wunderbares und einfaches Modell von Stephen Covey, das gut zu diesem Thema passt: der "circle of control". Das ist eine Methode, mit der wir Dinge, die uns beschäftigen, ärgern oder stressen sortieren können. Im innersten Kreis ist die Sphäre der Kontrolle. Damit haben wir in der Regel kein Problem. Der nächste Kreis ist der interessanteste: der eigene Einflussbereich, also den Bereich, den wir zwar nicht kontrollieren aber beeinflussen können. Im äußeren Kreis haben wir weder Kontrolle noch Einfluss - dort beginnt das Universum des Jammerns. Die spannende Frage ist doch: wieviel wertvolle Lebenszeit wollen wir im Universum des Jammerns verbringen? Bitte nicht falsch verstehen: ich denke schon, dass Jammern eine wichtige Funktion erfüllt und einen Platz braucht, aber ich gestehe auch, dass mir Jammern auf die Nerven geht, wenn es einen großen Raum einnimmt und die Lebensfreude verdrängt. Die Jammerstunde Welche Funktion könnte das Jammern also erfüllen? Einerseits denke ich, dass es eine…

Was sind eigentlich somatische Marker?

Hast du schon einmal vor einer Entscheidung kalte Füsse bekommen? Hast du je in dem Dilemma gesteckt, dass der Kopf "Ja" und das Herz "Nein" gesagt hat? Dann weißt du aus eigener Erfahrung, dass wir Entscheidungen nie alleine mit dem Kopf treffen. Das Bauchgefühl entscheidet mit - auch wenn uns das nicht immer bewusst ist. Es gibt unzählige Forschungen zum Thema menschliches Entscheidungsverhalten. Eine besonders spannende - weil praktisch anwendbare - Hypothese finde ich die der somatischen Marker. In diesem Beitrag erkläre ich, was somatische Marker sind, wie sie grundsätzlich funktionieren, und wie du sie für dich nutzen kannst. Warum sind somatische Marker interessant? Wenn wir das Konzept der somatischen Marker verstehen, können wir damit einerseits lernen, bessere Entscheidungen zu treffen. Andererseits können wir sie auch dazu nutzen unsere Selbststeuerungskompetenzen zu verbessern. Im Zürcher Ressourcen Modell werden sie genau für letzteres eingesetzt und haben damit schon unzähligen Menschen geholfen hartnäckige Blockaden zu überwinden (z.B. beim Abnehmen, bei Aufschieberitis....). Was ist ein somatischer Marker? In der Medizin versteht man unter einem Marker ein Protein oder ein Hormon, das etwas anzeigt. Somatisch bedeutet, dass es sich um etwas handelt, das sich körperlich manifestiert. Ein somatischer Marker ist ein Muster an physiologischen Reaktionen (Herzschlag, Blutdruck, Muskeltonus,...), die mit einer Situation assoziiert sind. Dieser Marker wird zusammen mit einer ganz einfachen Wertung - positiv oder negativ - abgespeichert. Der Begriff wurde vom Neurowissenschaftler Antonio Damasio in den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts eingeführt. Er stellte die Theorie auf, dass alle Erfahrungen, die ein Mensch im Laufe seines Lebens macht, in seinem emotionalen Erfahrungsgedächtnis gespeichert werden und bei künftigen ähnlichen Situation wieder aktiviert werden. Dieser Mechanismus beschleunigt z.B. Entscheidungsprozesse enorm, weil auf die bereits vorhandenen Erfahrungen zurückgegriffen wird. Wie funktionieren somatische Marker? Das emotionale Erfahrungsgedächtnis liegt im präfrontalen Cortex und beginnt sich bereits im Mutterleib…