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Wie Radreisen die persönliche Weiterentwicklung pushen können

Warum ich denke, dass Radreisen die persönliche Weiterentwicklung pushen? Die kurze Antwort darauf: bei mir war es so. In diesem Sommer habe ich – inzwischen 58 Jahre alt – meine erste längere Radreise gemacht. Es war ein Weg dahin, auf dem ich einige Mindfucks (neudeutsch für Gedanken- und Gefühlsmuster, mit denen wir uns selbst blockieren) überwunden und Erkenntnisse für mein Herzensthema Lebensgestaltung gewonnen habe. In diesem Beitrag teile ich meine Erfahrungen – und gebe praktische Tipps für all diejenigen, die das Thema Radreisen irgendwie fasziniert (sich aber vielleicht selbst noch nicht trauen). Insbesondere schreibe ich auch darüber, warum Radreisen die persönliche Weiterentwicklung pushen. Und am Ende des Beitrags gibt es meine ultimativ-minimale Packliste.

Persönliche Weiterentwicklung durch Überwindung von Denkblockaden

Das wesentliche Merkmal eines Mindfucks ist es, dass es einen blockiert. Ich kenne einige Menschen, die sich, was Radreisen angeht, in keinster Weise blockiert fühlen. Das Thema reizt sie schlicht und ergreifend überhaupt nicht. Bei mir ist das anders. Ich fahre gerne Rad und fühle mich beim Ausprobieren von neuen Strecken unglaublich lebendig. Die gleichmäßige Bewegung in der Natur beruhigt meinen Geist auf eine Weise, die ich sonst kaum kenne. Dennoch habe ich ziemlich lange immer nur Tagesausflüge auf dem Rad gemacht. Das lag vor allem an diesen beiden Mindfucks:

Ich kann kein Fahrrad reparieren

Eine ziemlich lange Zeit dachte ich, dass ich keine Radtour alleine machen könnte, weil ich technisch etwas unterbelichtet bin. Eigentlich bin ich gar nicht so ungeschickt, aber ich war immer von Männern umgeben, die solche Dinge für mich erledigt haben. Mein Vater, zum Beispiel, war Handwerker und hatte zudem die Vorstellung, dass handwerkliche Tätigkeiten jenseits von Kochen und Nähen nicht in Frauenhände gehören. Mein Interesse an mechanischen Tätigkeiten hielt sich in Grenzen und so habe ich seinen Service wirklich sehr gerne in Anspruch genommen.

Ob zu einer emanzipierten Frau die Fähigkeit gehört, Fahrrad- und Autoreparaturen selbst durchzuführen, kann man unterschiedlich sehen. Ich kann (noch) kein Rad reparieren. Das war lange Zeit kein Problem, aber dann wurde mir klar, dass mich dieser Gedanke blockiert. Die Vorstellung, ich könne irgendwo mit einem platten Reifen oder runter gefallener Kette liegenbleiben, hat dazu geführt, dass ich alleine keine Radtouren gemacht habe. Und damit wurde es dann doch für mich zum Problem.

Wie realistisch ist diese Blockade?

Etwas am Rad fahren lockte mich ungemein. Und so habe ich intensiver über das Problem nachgedacht und kam zu dem Schluss, dass es eigentlich kompletter Quatsch ist. Ich hatte ja nicht vor, durch Sibirien oder das schwedische Hinterland zu fahren. Es ging um Radtouren im dicht besiedelten Deutschland. Mit einem gut bereiften Fahrrad. Was also könnte denn schlimmstenfalls passieren? Ja, ich könnte eine Panne haben und wenn es ganz doof kommt, dann gibt es genau in diesem Moment ein Funkloch und ich kann weder telefonieren noch den nächsten Taxiservice herausfinden. Wenn ich dann außerdem keinen Menschen treffe, den ich um Hilfe bitten kann, bin ich zugegebenermaßen ziemlich aufgeschmissen. Aber wie realistisch ist das denn? Wie viel Sicherheit brauche ich wirklich? Und will ich mich von diesem Sicherheitsdenken wirklich abhalten lassen, etwas zu tun, das mich sehr lockt? Definitiv „nein“!

Gegenstrategie

Meine Strategie besteht darin, dass ich immer darauf achte, dass mein Handy genug Strom und Datenvolumen hat, bevor ich mich auf den Weg mache. Die Akkulaufzeit verlängere ich, indem ich das Handy in den Flugmodus versetze und immer eine geladene Powerbank dabei habe. Das ist mir Sicherheit genug – und bisher hatte ich tatsächlich auch noch nie eine Panne.

Ich habe eine schlechte Orientierung

Ja, meine Orientierung ist nicht die beste. Ich habe mich schon einige wenige Male hoffnungslos verlaufen und das als ziemlich stressig empfunden. Aber seit es GPS-Tracks und Navigationsgeräte gibt, hilft mir die Technik, meine Orientierungsschwäche zu kompensieren.
Vor 3 Jahren habe ich eine erste Wanderung alleine gemacht. Dafür hatte ich mir die App komoot auf mein Handy geladen und einen Wandervorschlag heruntergeladen. Dieser letzte Punkt ist ganz wichtig für mich. Wenn die Tour lokal auf meinem Handy gespeichert ist, braucht es nur das GPS-Signal und der Akku hält dadurch den ganzen Tag über.
Im selben Jahr bin ich für 10 Tage alleine auf dem Jakobsweg gewandert. Die Orientierung war dabei überhaupt kein Problem. Ein Jahr später habe ich meine erste mehrtägige Radtour alleine gemacht. Danach folgte eine längere Radtour mit einer Freundin an der Altmühl entlang. Wir fuhren für eine Woche den sehr gut ausgeschilderter Radweg entlang, auf dem man sich selbst ohne Navigationsgerät nur schwer verfahren kann.

Gegenstrategie

Meine Strategie war also, die schlechte Orientierung durch Technik zu kompensieren und mich in kleinen Schritten aus meiner Komfortzone herauszubewegen.

Aus Erfahrung wird man klug

Radreisen bringen vielfältige Erfahrungen – und diese Erfahrungen helfen auch in ganz anderen Lebensbereichen. Hier meine besten 3 Erkenntnisse:

1. Mache einen Plan – und sei flexibel

Dieses Jahr wollte ich mit meinem Mann in 2 Wochen von der Donauquelle in Donaueschingen bis nach Regensburg radeln. Wir hatten einen guten Plan: mit dem Zug bis nach Donaueschingen, die erste Nacht vorgebucht und für den Rest wollten wir einfach schauen, wie weit wir kommen. Wir hatten sowohl einen Etappenplan als auch ein Unterkunftsverzeichnis. Die Infrastruktur für Radfahrer an der Donau ist wirklich super. Da wir nicht wussten, ob die vorgeschlagenen Etappen für uns passen und wir außerdem die Freiheit genießen wollten, jeden Tag zu entscheiden, wie weit wir fahren wollten, haben wir nur die erste Nacht vorgebucht.

Die 1. Überraschung: Der Zug fuhr nicht bis Donaueschingen

Die Reise fing gut an: Der Zug kam pünktlich, wir erreichten den Anschlusszug in Karlsruhe ohne Stress und freuten uns wie Bolle, dass alles so reibungslos ging. Aber die Freude währte nicht lange, denn in Karlsruhe erfuhren wir, dass der Zug, der uns eigentlich nach Donaueschingen bringen sollte, nur bis Hausach fuhr. Natürlich hat die Bahn Alternativen. Schienenersatzverkehr kam allerdings nicht infrage, weil wir mit den Rädern unterwegs waren. Mit dem Zug wären wir nach weiteren knapp 4 Stunden Umwegen dann doch noch nach Donaueschingen gekommen. Darauf hatten wir keine Lust. Dann fahren wir eben mit dem Rad von Hausach nach Donaueschingen war der schnelle Entschluss. Das reservierte Zimmer wurde abgesagt, ein neues Dank der Unterkunftsliste schnell gefunden. Damit stand unserer Tour durch den Schwarzwald nichts mehr im Weg. Mit stellten uns gedanklich auf einigen Höhenmeter ein und versprachen uns gegenseitig, dass wir einfach schieben würden, wenn es zu steil wurde. Und so geschah es dann. Es waren insgesamt 900 Höhenmeter an dem Tag und wir haben einiges geschoben. Aber die Landschaft war ein Traum! Ich wusste gar nicht mehr, dass der Schwarzwald so leer sein kann. In Villingen angekommen waren wir ziemlich platt – und sind dann kurzerhand von Villingen bis Donaueschingen mit dem Zug gefahren. Das 9-EURO-Ticket hat uns diese letzte Entscheidung sehr leicht gemacht.

Die 2. Überraschung: Corona beendet die Reise vorzeitig

Positiver Corona-Test

Am 5. Tag der Tour hatten wir es amtlich: Wir hatten beide Corona. Wir hatten uns 2 Tage vor der Abreise noch selbst getestet und uns gut gefühlt. Aber am 3. Tag der Tour ging es dem Mann ziemlich schlecht und mir dann einen Tag später auch. Irgendwie dachten wir beide nicht, dass es Corona sein könnte, machten aber vorsichtshalber den Test. Der war dann wenigstens gleich positiv und wir mussten die Tour abbrechen. Vorbei der schöne Plan – wie gut, dass wir wenigstens keine Hotelzimmer vorgebucht hatten. Die Enttäuschung war trotzdem groß. War schon das Thema in meinem Juni/Juli Rückblick.

Neuer Plan – Neues Glück

Sobald es uns wieder besser ging, machten wir einen neuen Plan. Ehrlicherweise kam uns das 9-EURO-Ticket dabei wieder ein wenig zu Hilfe. Weil es nur bis Ende August gültig war, überlegten wir, ob wir die fehlenden Tour-Tage bis Ende August noch unterbringen könnten. Wir hatten im August bereits mit unseren Kindern und Freunden einige Tage in Bamberg geplant. Warum also nicht einfach wie geplant bis Regensburg radeln und dann von dort aus mit dem Zug über Nürnberg nach Bamberg mit dem Zug? Und nach der gemeinsamen Zeit in Bamberg weiter am Main entlang nach Würzburg und mit Zug und Rad wieder zurück in die Heimat?

So geschah es dann – und ich kann heute sagen, dass das ein wirklich großartiger Plan war. Wir wohnten im Brauereigasthaus Sonne in Bischberg. Das ist etwas außerhalb von Bamberg und man kann an der Regnitz entlang direkt in die Innenstadt Bambergs radeln. Bamberg selbst ist unglaublich Radfahrfreundlich und so waren wir froh, dass wir mit dem Rad die Stadt erkunden konnten. Zumal die Stadt ziemlich voll war – vermutlich weil seit Corona das erste Mal wieder die Bamberger Sandkerwa stattfand und dadurch noch mehr Touristen als üblich in der Stadt waren.

Mein Fazit : Wenn man nicht auf die Einhaltung des Plans besteht, ist vieles möglich. Manchmal ist der neue Plan dann sogar noch besser als der alte.

Zitat

2. Kleinvieh macht auch Mist

Sagte ich schon, dass ich mich nicht als supersportlich betrachte? Wenn mir Menschen erzählen, dass sie 80 bis 100km am Tag auf ihrer Tour fahren, hoffe ich inständig, dass sie mich nicht fragen, welchen Schnitt ich so fahre. Ich möchte Zeit haben für die Dinge am Wegesrand, oder auch einfach mal den Wolken beim Ziehen zuschauen. Es gab ein paar Tage, da sind wir um die 60km gefahren, aber die waren die Ausnahme. Umso überraschter war ich, dass am Ende (komoot sei Dank, denn diese App zeigt sehr zuverlässig die gefahrenen Kilometer an) der 22 Tage über 750km zusammengekommen sind.

Mein Fazit: Wenn man dranbleibt und jeden Tag etwas tut, dann kommt auch in relativ kurzer Zeit doch ganz schön etwas zusammen. Ein schönes Beispiel dafür, dass Ausdauer und Dranbleiben sich auf jeden Fall lohnen. Nicht nur beim Radfahren.

3. Radreisen mit Zelt sind nichts mehr für mich

In meinen Gedanken gehör(t)en Radreisen und Zelten zusammen. Als junge Frau war ich ein paar Mal zelten und fand es toll. Wenn ich ein festes Dach über dem Kopf habe, neige ich dazu, mich darin zu verkriechen. Beim Zelten ist das nicht möglich und das empfand ich damals als perfekten Ausgleich vom starren Büroalltag. Die Zelturlaube damals waren allerdings immer mit dem Auto.

Ich dachte, dass man mit dem Zelt viel flexibler wäre, weil es in meiner Vorstellung unendlich viele Zeltplätze entlang des Radwegs geben müsste. Das war nicht so. Und mein Liebster machte mir unmissverständlich klar, dass er zwar sehr gerne mit mir Radfahren würde, aber auf das Mitnehmen einer Zeltausrüstung überhaupt keine Lust hätte. Also ging es ohne Zelt los. Und ich durfte erkennen, dass ein frisch bezogenes Bett und eine warme Dusche am Ende eines Tour-Tages etwas sehr Feines ist. Und so habe ich für mich jetzt akzeptiert, dass ich zwar gerne hin und wieder zelten möchte, aber bitte mit dem Auto. Ein wenig Wehmut ist dabei, denn es ist das Eingeständnis damit verbunden, dass ich einfach keine 20 mehr bin. Umso schöner, dass Gelenke, Hintern und die Fitness längere Radtouren weiterhin möglich machen.

Mein Fazit: Alle Dinge haben ihre Zeit – irgendwann werden auch Radreisen nicht mehr möglich sein. Ein Grund mehr, jede Gelegenheit, die sich bietet, dafür zu nutzen.

Radreisen und persönliche Weiterentwicklung

Als ausgebildete systemische Coachin bin ich von zwei Dingen überzeugt: 1. Entwicklung geschieht von innen nach außen und 2. wenn wir in einem Bereich unseres Lebens etwas verändern, dann werden auch andere Bereiche davon berührt. Ein sehr treffendes Bild dafür ist das Mobilé. Wenn wir ein Element des Mobiles berühren, bewegt sich das ganze Mobile mit.

Entwicklung geschieht von innen nach außen

Holzstamm mit Jahresringen

Den ersten Punkt möchte ich so veranschaulichen: Als ich meine erste Wanderung alleine gemacht habe, war davor schon ganz viel an innerer Entwicklung passiert. Von außen sah es unscheinbar aus: mittelalte Frau sucht sich eine kurze Wanderung in unbekannter Gegend heraus und läuft los. Innerlich war aber über längere Zeit viel passiert. Unter anderem habe ich alte Muster aus der Kindheit aufgelöst und meinen Selbstwert gestärkt. Wohlgemerkt ist das alles nicht wirklich bewusst passiert. Bewusst habe ich nur wahrgenommen, dass ich der Sehnsucht danach, mein Ding zu machen, mehr Raum eingeräumt habe. Will sagen: diesen Prozess bewusst zu steuern, halte ich für eine Illusion. Was wir bewusst steuern können, ist unsere Sehnsüchte ernst zu nehmen und sie uns zu erlauben.

Entwicklung funktioniert wie ein Mobilé

Mobile von Alexander Calder

Als Coachin, die Veränderungen begleitet, begegnet mir immer wieder die spannende Frage, wie eigentlich der Wendepunkt für Veränderung herbeigeführt werden kann. Im systemischen Coaching gehen wir davon aus, dass solche Prozesse nicht linear passieren, d.h. es gibt keinen direkten Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung. Wenn es den gäbe, dann gäbe es keinen boomenden Coaching-Markt. Stattdessen beeinflusst jede Veränderung auch viele andere Bereiche im Leben. Man weiß halt leider nicht genau, was sich wie auswirkt. Genau so wie die Mobilés von Alexander Calder – da weiß man auch nicht, welche Teile sich wie mitbewegen.

Nehmen wir an, jemand ist nicht zufrieden im Job oder hängt in einer unglücklichen Beziehung fest. Auch intensivstes Nachdenken bringt keine Lösung. Vielleicht ist sogar klar, was zu tun wäre, aber es gibt innere (möglicherweise unbewusste) Widerstände und deshalb passiert nichts. In diesem Fall könnte es eine sehr gute Idee sein, den Fokus auf einen anderen Bereich zu lenken und erst einmal dort den Veränderungsmuskel zu stärken. Eine Radreise könnte ein solches Projekt sein, denn es stärkt die Selbstwirksamkeit und das Selbstvertrauen. Und dadurch wird es vielleicht möglich, auch im kritischen Bereich erste kleine Schritte anzugehen.

Just do it!

Unser Verstand ist normalerweise sehr rege, wenn es darum geht, Gründe zu finden, warum wir in unserer Komfortzone verbleiben „müssen“. Ein paar Kostproben: „Aber ich kenne niemand, mit dem ich eine Radtour machen könnte und außerdem bin ich gar nicht fit genug“. Dazu fällt mir nur ein, dass das schwache Argumente sind. Fitness kann man allmählich steigern. Im Zweifelsfall, indem man eine bekannte Runde mehrfach fährt. Wenn man sich eine Radtour alleine nicht zutraut, dann gibt es immer wieder Radexkursionen über Volkshochschulen oder den AFDC. Wer sich mehr zutraut, aber nicht alleine fahren will, kann eine mehrtägige Radreise buchen. Ich bin davon überzeugt, dass es für fast jede Konstellation eine Lösung gibt: Es geht darum, es einfach zu tun. Und zwar mit dem Schritt, der gerade möglich ist.

Eine Anmerkung zum Schluss: Natürlich will ich damit nicht sagen, dass persönliche Veränderung nur durch Radreisen möglich ist! Es geht darum, dass man Entwicklung im nicht-kritischen Bereich initiieren kann. Dies ist ein Bereich, der einen fasziniert und motiviert und in dem man Selbstvertrauen durch Erfolgserlebnisse aufbauen kann. Radreisen sind lediglich mein persönliches Beispiel dafür.

Etwas Nützliches zum Abschluss: Die Packliste

Ich möchte diesen Beitrag mit einer Packliste abrunden. Sie enthält alle Gegenstände, die sich bei mir bewährt haben.

Dokumente & Co

Ausweis, Kreditkarte, Smartphone dürfen natürlich nicht fehlen.
Statt Landkarten benutze ich die App komoot – es gibt natürlich auch andere Apps dafür. Eine gute Erklärung für die Funktionsweise von digitaler Navigation findest du hier. Für mich hat es sich bewährt, den GPS-Track auf mein Smartphone herunterzuladen, damit er für die offline Navigation verfügbar ist. Dann versetze ich das Smartphone in den Flugmodus, damit das Akku reicht. Um ganz sicherzugehen nehme ich immer auch eine voll geladene Powerbank mit.

Packtaschen & Co.

Ich nutze Packtaschen von Ortlieb – die sind absolut wasserdicht und halten ewig (sind auch nicht ganz billig). Außerdem nehme ich einen leichten Turnbeutel-Rucksack mit. Darin sind mein Smartphone, Geldbeutel etc. drin, wenn ich etwas besichtige und das Rad mit Packtaschen zurücklassen muss. Ja, ich lasse mein Rad mit Packtaschen abgeschlossen stehen, wenn ich mir etwas anschauen will. Natürlich könnte jemand die Packtaschen klauen, aber das Risiko halte ich persönlich für nicht so hoch.
Worauf ich gar nicht mehr verzichten möchte, ist meine Fahrradhalterung fürs Handy. Meine ist von klickfix, aber es gibt sicher auch andere Anbieter.

Klamotten & Co.

Hier bin ich sehr minimalistisch unterwegs. Wichtigstes Utensil ist das Reisewaschmittel, damit ich die Sachen durchwaschen und wieder anziehen kann. Ich nehme also auch für eine zweiwöchige Tour lediglich 3 Unterhosen/BHs/Paar Socken mit. Dann 2 T-Shirts, 2 ärmellose Shirts, 1 Radhose (ein dünnnes Modell zum Anziehen unter einer Hose), 1 lange und eine kurze Hose. Außerdem 1 knitterfreies Kleid für abends, eine Strickjacke, 1 Regenhose und Regenjacke und 3 Paar Schuhe (spezielle Radfahrschuhe für mein Klickpedale, Barfuss-Schuhe, weil die schön leicht und handlich sind und 1 Paar Birkenstocks). Dann noch 1 Schlafanzug und nicht zu vergessen: Radfahrhelm und Radhandschuhe (sollte ich stürzen, wären sie ein guter Schutz vor Abschürfungen). Je nach Wettervorhersage würde ich noch langärmelige Shirts einpacken. War dieses Jahr aber wirklich nicht notwendig. Stattdessen kam der Badeanzug zum Einsatz 😊​

Badeanzug im Einsatz in der Regnitz
Das „Ausgeh-Kleid“ im Einsatz in Würzburg
Ich genieße das Leben in vollen Zügen
Maske muss unbedingt dabei sein.

Toilettenutensilien & Co.

Das meiste, was ich mitnehme, ist in kleinen Probierpackungen, die ich oft im Drogeriemarkt meiner Wahl kaufe. Auf diese Weise ist mein Toilettenbeutel wirklich klein. Einzig die Sonnencreme-Tube war größer, denn davon haben wir in diesem grandiosen Sommer reichlich gebraucht. In diesem Jahr mussten leider auch Corona-Tests mit. Eine Zink-Salbe ist für alle empfehlenswert, die – wie ich – empfindliche Haut haben und anfällig dafür sind, sich durch die Reibung auf dem Sattel einen Wolf zu holen.

Außerdem dabei war ein großes (2m auf 1m) und ein kleines (60x40cm) Microfaster Handtuch: für das Mittagsschläfchen auf der Wiese (wie im Bild unten zu sehen) oder ein spontanes Bad im Fluss. Ebenfalls wichtig ist natürlich eine Wasserflasche. Und immer mit dabei ist ein Taschenmesser und ein Löffel (weil wir uns über die Mittagszeit gerne auch aus dem Supermarkt verpflegen).

All das passt locker in meine beiden Packtaschen und ist nicht besonders schwer. Das ist insbesondere dann von Vorteil, wenn man das Rad im Zug transportiert. Aufzüge im Bahnhof sind immer mal defekt und je leichter das Gepäck, desto leichter lässt sich alles treppauf und treppab transportieren. Auch das Ein- und Ausladen in den Zug ist bei weitem nicht immer barrierefrei.

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Toilettenbeutel und Flasche
Toilettenbeutel und Wasserflasche
Mittagsschlaf im Freien
Mittagsschläfchen auf der Wiese

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