Der Aprilrückblick: Challenges und Herausforderungen

Der Aprilrückblick: Challenges und Herausforderungen

Der April war launenhaft: beim Wetter und auch sonst. Es gab Licht und Schatten. So habe ich z.B. viel gelernt bei der LinkedIn und BoomBoomBlog Challenge und es gab wirklich schöne Sonnentage, die mich aus meiner Corona-Verstimmung herausgeholt haben. Auf der Schattenseite waren vor allem Fußschmerzen, die meiner gerade aufkeimenden Joggingkarriere einen Dämpfer versetzt haben. Den ganzen Aprilrückblick könnt Ihr hier nachlesen.

Challenges

LinkedIn

Es ist wunderbar, dass ich ganz nach Lust und Laune Dinge ausprobieren kann. Ende März war das die LinkedIn Challenge von Cécile Jemmett, in der ich erstmalig ein Video aufgenommen und der mein LinkedIn Netzwerk deutlich ausgeweitet hat.

Und es hat Boom gemacht

Im April habe ich an der BoomBoomBlog-Challenge von Judith Peters teilgenommen. Eine Challenge, um ins Schreiben zu kommen. Ich bin ja bereits seit Anfang des Jahres in Judith’s Content Society bin und eigentlich braucht es für mich keinen extra Anreiz zum Schreiben. Ich blogge unglaublich gerne und war neugierig auf das Thema (Das Ergebnis der Challenge war der Beitrag Warum ich es liebe, unzufriedene Frauen in der Lebensmitte zu coachen. Womit ich nicht gerechnet hatte war, dass durch diese Challenge mein Instagram Netzwerk sehr gewachsen ist und ich diese Plattform jetzt mit anderen Augen sehe.

Der Aufruf zur Challenge

Neue Erkenntnisse zu Instagram

Eigentlich dachte ich, dass „meine“ Zielgruppe (Frauen in der Lebensmitte) gar nicht auf Instagram unterwegs sind. Mit BoomBoomBlog sind diese Frauen plötzlich bei mir in Instagram aufgetaucht. It’s magic!
Viel wesentlicher noch: ich habe erkannt, dass ich Instagram für Micro-Blogs nutzen kann, also Beiträge mit nur einem einzigen Gedanken. Wenn ich später feststelle, dass ich verschiedene Micro-Blogs zu einem Thema habe, kann ich immer noch einen „richtigen“ Blogbeitrag daraus machen. Total cool finde ich das!
Und was mir auch sehr gut gefällt, ist dass es eine sehr visuelle Plattform ist. Kurz und gut: ich werde im Mai an der Instagram-Challenge von Anne Häusler teilnehmen. Mal schauen, was ich dabei noch so alles lernen werde.


Persönliche Herausforderungen

1. Ich kann nicht so wie ich will

Du fragst dich jetzt vielleicht, ob ich mich verschrieben habe. Herausforderung ist doch eine Übersetzung von Challenge. Challenge ist ein geläufiger Begriff im Social Media Umfeld und bezeichnet eigentlich eine Art Wettbewerb „gegen“ sich selbst: man verpflichtet sich z.B. einen Blogartikel in 7 Tagen zu schreiben und zu veröffentlichen. Für Dinge, die einem total leicht fallen und die man sowieso am liebsten von morgens bis abends täte, braucht es eigentlich keine Challenge.
In diesem Abschnitt mag ich von persönlichen Herausforderungen berichten. Nachdem ich im März über 60km gejogged bin, war ich im April quasi lahmgelegt: Schmerzen im Fußballen. Abnutzung durch Alter, ich laufe sozusagen auf der Felge. Das empfinde ich als persönliche Herausforderung. Ich bin ja der Meinung, dass wir – ob wir wollen oder nicht – immer am Leben lernen dürfen. Ich darf jetzt also eine der 8 Haltungen der Achtsamkeit lernen: die Akzeptanz. Meinen Frust kann ich nicht wegmeditieren. Ich kann in der Meditation lediglich erkennen, dass mich das „nicht-so-können-wie-ich-will“ frustriert und es zur Kenntnis nehmen. Nichts damit tun, es nicht wegmachen müssen. Es ist wie es ist und es wird sich auch wieder ändern. Diese Erkenntnis stimmt mich milder.

2. Es dauert alles so lange

Eine zweite Herausforderung für mich ist es, dass die Dinge ihre Zeit brauchen. Typischerweise gefühlt unendlich mehr als ich eigentlich denke. Als ich den Märzrückblick geschrieben habe, war ich so sehr davon überzeugt, dass ich das Begleitbüchlein für meinen LeichtErleben-Kurs bis Ende April fertig haben werde. Ich habe auch tatsächlich große Fortschritte gemacht, aber wenn ich ehrlich bin, ist vielleicht ein Drittel geschafft. Mich selbst nicht zu hetzen, sondern mich darüber zu freuen, dass ich wirklich den Anfang gemacht habe und es mir Freude macht dieses Büchlein zu schreiben – das ist es, was mich dieses Begleitbüchlein lehrt.

3. Selbstzweifel

Eine interessante Erfahrung habe ich bei meiner letzten LeichtErleben-Gruppe gemacht. Nicht alle Teilnehmer haben deutlich abgenommen. Was macht es mit mir als Kursleiterin, wenn die Ergebnisse nicht so sind, wie erhofft? Ich habe mich dabei ertappt, dass ich Verantwortung für das Ergebnis übernommen habe. Mein Anspruch in den Gruppen ist es ja, dass wirklich jede Teilnehmerin ihrem Ziel näher kommt. Es tauchten „alte Bekannte“ auf: bin ich gut genug als Kursleiterin? Gibt es nicht Bessere? Das Internet ist voll von Angeboten zum Abnehmen. Dazu kam, dass es mit den Anmeldungen schleppend ging. Ich war an dem Punkt, an dem ich keine Gruppe mehr anbieten wollte, sondern mich erst einmal dem Büchlein widmen wollte. Allerdings gab es bereits zwei Anmeldungen. Eine intensive innere Auseinandersetzung folgte und ich kam zu dem Schluss, dass ich es auch für zwei Teilnehmerinnen anbieten werde. Und dieses „Ja“ hat dann dazu geführt, dass Anmeldungen kamen – wir sind jetzt zu sechst und das ist die ideale Größe für das LeichtErleben-Kleingruppencoaching. Der ganze Prozess war lehrreich für mich. Die Hin- und Herbewegung zuzulassen und nicht vorschnell Lösungen erzwingen zu wollen, fällt mir eher schwer. Die Selbstzweifel zu sehen und sie als Teil von mir zu akzeptieren und willkommen zu heißen ist eine weitere Übung. Ich kann jetzt wieder sehen, wie hilfreich Selbstzweifel mir schon waren. In guter Dosierung sind sie ein wunderbarer Motor, um etwas weiterzuentwickeln. Sie ermöglichen mir auch, meinen Platz im Gesamtgefüge realistischer einzuschätzen. In der Übertreibung lösen sie lediglich Selbstmitleid und Fluchtgedanken aus. Diese Unterscheidung spüren zu können, war eine sehr wertvolle Lektion.


Blick in meine Blogging-Werkstatt

Ich liebe das Bloggen sehr, weil ich schreibend den Dingen so wunderbar auf den Grund gehen kann. Aber auch, weil ich mit dem Bloggen meine Stimme und meine Themen finde – diesen Grund habe ich aus Judith Peters Warum ich das Bloggen liebe Beitrag geklaut (dort gibt es noch 9 weitere wunderbare Gründe). Schreibend nähere ich mich derzeit dem Warum meiner Selbständigkeit und schreibend bringe ich Themen in die Welt, die mir am Herzen liegen.

Die Frage nach meinem persönlichen Warum

Der Frage nach meinem persönlichen „Warum“ bin ich im Beitrag Meine Vision: Veränderungsbereit bis ins hohe Alter nachgegangen. Das war gar keine leichte Übung und ich habe keine endgültige Antwort. Eines ist mir aber klar geworden: Wenn wir auch im hohen Alter veränderungsbereit sein wollen, dann müssen wir die Grundlagen dafür in der Lebensmitte legen.
Es kristallisiert sich immer weiter heraus, dass meine Wunschkunden altersmäßig in der Lebensmitte sind. Das ist mir beim Schreiben dieses Artikels klargeworden: Warum ich es liebe, unzufriedene Frauen in der Lebensmitte zu coachen. Diese Frauen zu coachen ist sehr erfüllend für mich, weil in ihrer Unzufriedenheit so viele Chancen liegen. Mit jeder Frau, die aufbricht und ihr Leben nach ihren Bedürfnissen gestaltet, wird automatisch auch die Welt ein kleines bisschen besser. Dieser Gedanke beflügelt mich.

Beitragsbild des Blogbeitrags zu meiner Vision
Beitragsbild des Blogbeitrags

Themen, die mir am Herzen liegen

Ein Thema, das mir am Herzen liegt – und mir in letzter Zeit ehrlich gesagt ein wenig auf die Nerven ging – ist die allgegenwärtige Forderung nach Selbstoptimierung. Damit habe ich mich in dem Beitrag Was ist der Unterschied zwischen Selbstoptimierung und Selbstverwirklichung beschäftigt. Nach dem Schreiben des Beitrags stehe ich der Selbstoptimierung nicht mehr so ablehnend gegenüber, denn sie hilft mir, mein Bedürfnis nach persönlichem Wachstum zu erfüllen. Außerdem ist Selbstoptimierung kein Zwang, sondern freiwillig. Es gibt Zeiten, in denen ich schlichtweg kein Bedürfnis nach Wachstum verspüre – auch in der Natur gibt es die Zeiten des Wachsens und des Ruhens. Ich darf selbst entscheiden, wann ich wachsen will – ich muss mich der gefühlten gesellschaftlichen Erwartung nicht beugen.


Und sonst so?

Pünktlich zu Ostern, Anfang April, wurde das Wetter frühlingshaft und es waren auf einen Schlag wieder Wanderungen mit Picknick möglich. Ich habe eine Freundin in Bingen besucht – es war mir gar nicht klar, wie dringend mir Tapetenwechsel gefehlt hat. Die Ausflüge und die Explosion der Blüten und Farben hat mich jedenfalls aus meiner Corona-Verstimmung herausgeholt.
Erstmalig habe ich – zusammen mit 6 anderen Parteien – eine Spargelreihe gemietet. Die Erntehelfer waren anscheinend schwer zu bekommen und so hat der Spargelanbauer seine Reihen kurzerhand vermietet. Wenn man – so wie ich – schon über 25 Jahre in einem Spargelort wohnt, wird es Zeit, einmal eigenhändig auszuprobieren, wie der Spargel auf den Tisch kommt. Ist schon ein wenig anstrengend – aber macht auch Spaß. Leider muss man dann aber auch noch selbst schälen.

Die erste eigene Spargelernte
Wanderung im Odenwald
Goldlack am Wegesrand

Zahlen-Daten-Fakten

Ich finde es spannend, zu sehen, wie sich die Zahlen entwickeln. Weil ich das irgendwann vielleicht nachlesen möchte, schreibe ich weiterhin jeden Monat meine Zahlen auf. Durch die Zahlen ist mir aufgefallen, dass sich auf meiner Business Seite auf Facebook im Hinblick auf Abonnenten überhaupt nichts tut, obwohl gefühlt dort eigentlich sehr viel mehr passiert als Anfang des Jahres.

  • 4 Blogbeiträge im April – voll im Plan – es sind jetzt schon insgesamt 23 und das macht mich auch irgendwie stolz.
  • Soziale Medien: LinkedIn 455 (428), Facebook Business Seite 90 (90), Instagram 119 (78), XING 76 (63)

Worauf ich mich im Mai freue

  • Der Start der neuen LeichtErleben-Gruppe
  • Mein LeichtErleben-Büchlein wird (hoffentlich) fertig
  • Mein erstes Online-Event zum Aufbruch in der Lebensmitte
  • Eine neue Ausgabe des Gemeindebriefs wird zu Pfingsten erscheinen
  • Die Teilnahme an der Instagram-Challenge von Anne Häusler
  • Der BlogBang Kurs von Judith Peters, in dem ich mindestens zwei Webseitentexte überarbeiten möchte

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare

  1. Sabrina

    Liebe Korina,
    vielen Dank für den Einblick in deinen April. Ich kann vieles davon nachfühlen. Auch bei mir war die Emotionslage sehr mit dem Wetter vergleichbar.
    Viele Grüße
    Sabrina

    1. Liebe Sabrina,
      vielen Dank für Deine Rückmeldung. Es ist irgendwie tröstlich, dass du ähnliche Erfahrungen gemacht hast. Hast du denn auch einen Rückblick geschrieben? Wo würde ich den finden – würde ich nämlich auch sehr gerne lesen.
      Herzliche Grüße, Korina

  2. Susanne Janeba

    Das Bild ist der Hammer und erzählt mehr als tausend Worte. Glückwunsch – du machst offenbar einiges richtig.

    1. Liebe Susanne, vielen Dank für dieses tolle Feedback. Zaubert mir gerade ein Lächeln aufs Gesicht. Herzliche Grüße, Korina

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